Krakauer Open Eyes Art Festival erweitert interdisziplinäres Programm
Die Ausgabe 2026 des Open Eyes Art Festival verbindet Ausstellungen und studentische Projekte an mehreren Krakauer Kultur- und Hochschulstandorten.
Kultur und KunstPolen

Krakauer Open Eyes Art Festival erweitert interdisziplinäres Programm

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In Krakau ist die sechste Ausgabe des Open Eyes Art Festival gestartet. Die Veranstaltung läuft vom 5. bis 22. November 2026 und bringt zeitgenössische Kunst, studentische Arbeiten sowie begleitende Veranstaltungen an mehreren Orten der Stadt zusammen. Zu den wichtigsten Schauplätzen gehören die Jan-Matejko-Akademie der Bildenden Künste, die Wirtschaftsuniversität Krakau und das Kulturzentrum Nowa Huta. ([oeaf.pl](https://oeaf.pl/edycje/?utm_source=openai))

Damit handelt es sich um eine laufende Kulturveranstaltung mit unmittelbarer Aktualität: Die Eröffnung fand am Donnerstag, dem 5. November, statt; die Ausstellungen und weiteren Programmpunkte sind in den kommenden Tagen und Wochen zugänglich. Das diesjährige Motto „Roje i Watahy“ – sinngemäß „Schwärme und Rudel“ – verweist auf gemeinschaftliche Formen, Bewegungen und unterschiedliche Perspektiven innerhalb der Kunst.

Drei Hochschulen verbinden ihre Programme

Eine zentrale Neuerung der Ausgabe 2026 ist die engere Zusammenarbeit dreier Krakauer Kunsthochschulen. Neben der Akademie der Bildenden Künste beteiligen sich die Musikakademie Krzysztof Penderecki und die Hochschule für Theaterkunst Stanisław Wyspiański. Dadurch erweitert sich das studentische Programm über die klassische Ausstellung hinaus: Installationen, Klang, Performance und theatralische Formen können miteinander verbunden werden. ([oeaf.pl](https://oeaf.pl/edycje/?utm_source=openai))

Im Zentrum steht die Ausstellung „Open Art: Od świtu do zmierzchu“, auf Deutsch etwa „Vom Morgengrauen bis zur Abenddämmerung“. Sie zeigt Projekte von Studierenden und verbindet Arbeiten aus verschiedenen Fachrichtungen und Hochschulen. Der Ansatz macht die Ausbildungsstätten selbst zu aktiven Kulturveranstaltern und gibt jungen Künstlerinnen und Künstlern eine gemeinsame öffentliche Plattform.

Nach Angaben des Krakauer Stadtportals umfasst die gemeinsame Kategorie in diesem Jahr 17 Projekte. Hinzu kommt ein neuer Schwerpunkt zur Zugänglichkeit. Genannt werden unter anderem sinnlich ausgerichtete Arbeiten, ein Konzert im Dunkeln sowie ein Projekt, das Klang und haptische Wahrnehmung miteinander verknüpft. ([krakow.pl](https://krakow.pl/aktualnosci/342967%2C33%2Ckomunikat%2Cprzed_nami_6__edycja_open_eyes_art_festival.html?utm_source=openai))

Die Akademie wird zum Ausstellungsparcours

Ein großer Teil des Programms konzentriert sich auf das Gebäude der Akademie am Plac Jana Matejki. Dort präsentieren mehrere Fakultäten ihre Arbeiten, darunter Malerei, Bildhauerei, Grafik und Intermedia. Ergänzt wird das Angebot durch Ausstellungen geförderter Projekte sowie durch eine Präsentation von Künstlerinnen und Künstlern, die mit der Lehre an der Akademie verbunden sind.

Die Ausstellung „Przerwane w połowie“, auf Deutsch etwa „Unterbrochen auf halbem Weg“, widmet sich nicht verwirklichten oder unvollendeten Ideen von Lehrenden. „Powołane światłem“ – „Durch Licht hervorgebracht“ – untersucht Licht als eigenständigen Bestandteil skulpturaler Formen und der räumlichen Wahrnehmung. Eine weitere Präsentation bringt erfahrene Künstlerinnen und Künstler mit jüngeren Positionen und deren Mentorinnen und Mentoren zusammen. ([oeaf.pl](https://oeaf.pl/en/program/?utm_source=openai))

Zum Festival gehört außerdem die 13. Ausgabe der Reihe „Przestrzeń dla sztuki“, die dem Maler Adam Brincken gewidmet ist. Die Ausstellung verteilt sich auf drei Einrichtungen: die Wirtschaftsuniversität, die Akademie der Bildenden Künste und das Kulturzentrum Nowa Huta. So entsteht ein innerstädtischer Rundgang, der mehrere Bildungs- und Kulturorte miteinander verknüpft.

Kunst als Verbindung zwischen Hochschule und Öffentlichkeit

Das Open Eyes Art Festival ist aus der Initiative Open Eyes Economy hervorgegangen. Die Veranstalter verstehen Kunst als Möglichkeit, gesellschaftliche Entwicklungen zu betrachten, Fragen der Verantwortung zu diskutieren und unterschiedliche Gruppen miteinander ins Gespräch zu bringen. In der Ausgabe 2026 wird dieser Anspruch besonders über studentische Arbeiten und die Zusammenarbeit der drei Hochschulen sichtbar. ([oeaf.pl](https://oeaf.pl/?utm_source=openai))

Die wichtigsten Ausstellungen an der Akademie sind bis zum 22. November angekündigt; für mehrere zentrale Präsentationen ist der Eintritt frei. Da Öffnungszeiten und einzelne Veranstaltungen unterschiedlich organisiert sind, empfiehlt sich vor dem Besuch ein Blick in das offizielle Programm. Für Krakau bietet das Festival in diesem Herbst einen kompakten Kulturparcours, der zeitgenössische Kunst, Ausbildung und öffentliche Teilhabe miteinander verbindet.

Quellen

Lena Klingbach
Lena Klingbach ist die versierte Redakteurin der Kolumne Kultur & Bildung, mit einem scharfen Auge für die Künste und einer Leidenschaft für die Kraft des Lernens. Ihr Hintergrund in Kunstgeschichte und Literatur ermöglicht es ihr, Geschichten zu kuratieren, die den Reichtum des kulturellen Erbes und des intellektuellen Lebens der baltischen Region feiern. Lena ist überzeugt, dass Kultur und Bildung die Eckpfeiler einer starken Gesellschaft sind, und widmet sich leidenschaftlich der Aufgabe, diese lebenswichtigen Geschichten den Lesern der Baltischen Rundschau näherzubringen.

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