Am Freitag, dem 25. September, wird Lettland seine Forschungseinrichtungen für die Öffentlichkeit öffnen. Bei der Europäischen Nacht der Forschenden 2026 können Besucherinnen und Besucher in mehr als 30 Veranstaltungsorten Wissenschaftler treffen, Experimente ausprobieren und Forschung aus nächster Nähe kennenlernen.
Organisiert wird die landesweite Veranstaltung vom Lettischen Wissenschaftsrat und der Plattform Research Latvia des Bildungs- und Wissenschaftsministeriums, gemeinsam mit Universitäten, Forschungsinstituten und weiteren Partnern. Das diesjährige Motto „Discover the Nature of Science!“ stellt die Vielfalt wissenschaftlicher Arbeit in den Mittelpunkt. Dazu gehören Natur und Umwelt ebenso wie Gesundheit, Technik, Kultur und Fragen der zukünftigen Arbeitswelt. ([researchlatvia.gov.lv](https://www.researchlatvia.gov.lv/en/european-researchers-night-2026-will-take-place-across-latvia-25-september-0))
Forschung wird zugänglich
Die Angebote finden nicht nur in Riga statt. Auch Cēsis, Daugavpils, Jelgava, Liepāja, Malnava, Rēzekne, Valmiera und Ventspils gehören zu den genannten Veranstaltungsorten. Eine interaktive Karte auf der offiziellen Plattform zeigt die einzelnen Programme und wird laufend ergänzt. Dort können Interessierte nach Ort und Themen suchen und Informationen zu Uhrzeiten, Barrierefreiheit und einer eventuell notwendigen Anmeldung abrufen.
Das Konzept richtet sich ausdrücklich an ein breites Publikum. Neben kurzen Vorträgen stehen Workshops, Demonstrationen, Führungen, kreative Formate und praktische Experimente auf dem Programm. Familien und Schülerinnen und Schüler sollen ebenso angesprochen werden wie Erwachsene, die sich für aktuelle Forschung interessieren.
Umwelt- und Naturthemen im Mittelpunkt
Mehrere Programmpunkte der Universität Lettland verbinden die Veranstaltung mit Umwelt- und Naturwissenschaften. Der Botanische Garten der Universität und das Ornithologische Forschungszentrum in Pape gehören zu den genannten Standorten. Dort wird Forschung mit Pflanzen, Vögeln und Beobachtungen in der Landschaft sichtbar.
Die Themenliste der landesweiten Plattform umfasst außerdem Ökologie, Biologie, Energie, Pflanzenbau und Tiergesundheit. Damit wird deutlich, dass die Nacht der Forschenden nicht nur klassische Laborfächer präsentiert, sondern auch Fragen aufgreift, die für regionale Entwicklung und den Alltag in Lettland relevant sind.
In Riga können Besucherinnen und Besucher unter anderem sehen, wie umweltfreundliche und belastbare Verbundwerkstoffe für Windkraftanlagen entwickelt und untersucht werden. Ein weiterer Programmpunkt beschäftigt sich mit marinen Makroalgen, Aquakultur und der sogenannten Blue Bioeconomy. Diese Themen zeigen, wie Forschung zu Energie, Rohstoffen und Ökosystemen miteinander verbunden werden kann.
Der praktische Zugang ist dabei besonders wichtig: Nachhaltigkeit erscheint nicht als abstraktes Schlagwort, sondern als Gegenstand von Messungen, Feldarbeit, Materialforschung und technischer Entwicklung. ([lu.lv](https://www.lu.lv/en/science/science-communication-1/science-and-society/researchers-night/european-researchers-night-2026/))
Wenn Wissenschaft auf Kunst trifft
Die zentralen Veranstaltungen der Universität Lettland in Riga sind grundsätzlich von 17 bis 22 Uhr geplant, wobei einzelne Orte abweichende Zeiten haben können. Das Programm ist in Themenbereiche wie Licht und Materie, Atomstimmen, Data Art, Living the Future und eine Wissenschaftsbühne gegliedert.
Geplant sind interaktive Installationen, Gespräche mit Forschenden, Experimente und Angebote für Kinder. Zugleich verbindet das Programm Wissenschaft mit Musik, Tanz und Improvisation. Wissenschaftliche Daten werden in Musik übersetzt, Forschung wird zur Grundlage von Bühnenperformances, und eine Live-Schaltung soll Forschende aus Lettland, Litauen und Estland miteinander verbinden.
In Riga wird die Veranstaltung erstmals im Rahmen des EU-geförderten Projekts Aurora Nexus: Connecting People, Science and Art umgesetzt. Der Ansatz lehnt sich an das Neue Europäische Bauhaus an und will Verbindungen zwischen Wissenschaft, Kunst, Technologie und Gesellschaft schaffen.
Eine wachsende öffentliche Wissenschaftsveranstaltung
Die Europäische Nacht der Forschenden hat in Lettland in den vergangenen Jahren deutlich an Reichweite gewonnen. Nach Angaben von Research Latvia kamen 2025 rund 29.650 Menschen zu den Veranstaltungen – mehr als je zuvor. 2024 wurden etwa 21.200 Besucher gezählt.
Die Veranstaltung bietet damit nicht nur einen Einblick in einzelne Forschungsprojekte. Sie macht auch Hochschulen und Institute außerhalb der Hauptstadt sichtbarer und zeigt jungen Menschen, dass wissenschaftliche Arbeit mit Landschaften, Energie, Gesundheit, Technologie und Kultur vor Ort verbunden ist.
Der Eintritt ist kostenlos. Da sich die Zeiten und Anmeldebedingungen je nach Veranstaltungsort unterscheiden können, empfiehlt sich vor dem Besuch ein Blick in die offizielle interaktive Programmkarte. Für Riga nennt die städtische Tourismusplattform den 25. September, 17 bis 22 Uhr, als zentralen Zeitraum.






















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