Die Entsendung von Bataillonen an die Nato-Ostflanke hat nach einem Bericht des Finanzdienstes Bloomberg für mehr Investitionssicherheit in Estland, Lettland und Litauen gesorgt.

Rund zehn Monate nach Verlegung der Truppen des Nordatlantik-Bündnisses haben sich die ausländischen Direktinvestitionen in die baltischen Staaten, die nach der russischen Annexion der Krim zurückgegangen waren, wieder erholt.

Investitionen in baltische Staaten auf dem Vormarsch

Darauf deuteten Bloomberg zufolge im Dezember veröffentlichte Daten der Zentralbanken hin. Die verstärkte Rolle der Nato in der Region sei dabei “definitiv ein Faktor”, sagte der litauische Finanzminister Vilius Sapoka. “Wir erwarten jetzt stärkere Investitionsströme.”

Bereit 2011 zeigt eine Studie einen “Sicherheitsschirm” – Effekt, der sich durch die Präsenz einer westlichen Armee auf das Investitionsklima ergibt. Untersucht wurde damals der Zusammenhang zwischen der Stationierung von US-Truppen und Wirtschaftsleistung von 1950 bis 2000. In Deutschland etwa seien dadurch Investitionen belebt worden.