Auf dem historischen Gestüt Janów Podlaski im Osten Polens beginnen am Freitag, 7. August, die Polnischen Arabertage. Das fünftägige Programm verbindet eine nationale Schau reinrassiger Araber mit öffentlichen Präsentationen, Zuchtparaden und zwei Auktionen. Für Besucher bietet die Veranstaltung damit einen Einblick in eine der bekanntesten Traditionen Polens im Bereich Pferdezucht und ländliches Kulturerbe.
Die Veranstaltung findet vom 7. bis 11. August 2026 statt. Hauptveranstaltungsort ist das Gestüt in Wygoda bei Janów Podlaski in der Woiwodschaft Lublin. Auf dem offiziellen Programm stehen die Nationale Polnische Schau der Araberpferde, die Auktion Pride of Poland und die Summer Sale. Anschließend führen Zuchtparaden nach Białka und Michałów.
Das nationale Schaufenster der Zucht
Am Eröffnungstag stehen zunächst Sportklassen sowie die Präsentation von Hengsten auf dem Programm. Nach Angaben der Veranstalter beginnt der Freitag um 11 Uhr mit den Sportklassen. Danach folgen Bewertungen von einjährigen Hengsten, zwei- und dreijährigen Pferden sowie älteren Hengsten. Am Abend ist eine Präsentation der Pferde vorgesehen, die bei der Pride-of-Poland-Auktion angeboten werden.
Der Samstag, 8. August, konzentriert sich vor allem auf Stuten. Am Vormittag werden einjährige Stuten in mehreren Klassen vorgestellt. Nach einer Pause folgen Stuten im Alter von vier bis sechs Jahren, sieben bis zehn Jahren sowie ältere Tiere. Die Gliederung ermöglicht es dem Publikum, Pferde in unterschiedlichen Entwicklungsphasen zu sehen und den Bewertungsprozess vor dem Championat zu verfolgen.
Am Sonntag, 9. August, erreicht die Schau mit den Championatsklassen ihren Höhepunkt. Vorgesehen sind Wettbewerbe für einjährige, jüngere und ältere Pferde. Danach folgen die Auswahl des Best in Show sowie Sonderauszeichnungen. Am Nachmittag sollen zudem die Pferde für die Summer Sale präsentiert werden.
Auktionen und Einblicke in die Gestüte
Die 57. Pride-of-Poland-Auktion ist für Sonntag, 9. August, angesetzt. Am Montag, 10. August, folgt die Summer Sale. Das polnische Landwirtschaftsministerium teilte mit, dass in diesem Jahr 41 Pferde bei den Auktionen angeboten werden sollen. Sie stammen aus den staatlichen Gestüten in Janów Podlaski, Michałów und Białka sowie aus einem privaten Gestüt.
Ergänzt wird das Auktionsprogramm durch eine Zuchtparade in Janów Podlaski am Montagnachmittag. Am Dienstag, 11. August, stehen weitere Präsentationen in den Gestüten Białka und Michałów auf dem Programm. Dadurch wird aus der Veranstaltung mehr als ein einzelner Wettbewerb oder Verkaufstag: Sie verbindet mehrere traditionsreiche Orte der polnischen Araberzucht zu einer regionalen Reiseroute.
Auf der offiziellen Veranstaltungsseite werden Eintrittskarten für ausgewählte Schau- und Auktionstermine sowie VIP-Angebote aufgeführt. Reisende sollten den jeweiligen Tagesplan und die Ticketbedingungen vor der Anreise prüfen, da sich das Programm über mehrere Tage und Orte verteilt. Wer mehrere Veranstaltungen besuchen möchte, sollte für die Wege im ländlichen Raum ausreichend Zeit einplanen.
Reiseziel für Pferdefreunde und Kulturtouristen
Janów Podlaski steht international für die polnische Araberzucht. Die jährliche Veranstaltung zieht Züchter, Käufer und Pferdefreunde aus Polen und dem Ausland an. Das Landwirtschaftsministerium bezeichnet die Arabertage als eine der wichtigsten polnischen Veranstaltungen für die Zucht reinrassiger Araberpferde. Auch die Polnische Tourismusorganisation führt die Veranstaltung in ihrer Auswahl empfehlenswerter Augusttermine.
Für Reisende liegt der besondere Reiz in der Verbindung aus laufendem Gestütsbetrieb, historischer Kulturlandschaft und einem spezialisierten Veranstaltungsprogramm. Die Arabertage eröffnen einen anderen Blick auf den Osten Polens, wo ländliche Tradition, Pferdekultur und internationale Gäste außerhalb der großen Städte zusammentreffen.
Janów Podlaski eignet sich deshalb als Ziel für ein verlängertes Wochenende oder eine längere Reise durch die Region Lublin. Besucher können den Gestütsbesuch mit Ausflügen in die umliegende Landschaft verbinden. Wer bis zum Ende des Programms bleibt, kann außerdem die Zuchtparaden in Białka und Michałów besuchen.
Mit dem heutigen Auftakt rückt Janów Podlaski bis Dienstag ins Zentrum der polnischen Pferdekultur. Die Verbindung von Wettbewerb, Zuchtwissen und öffentlicher Zugänglichkeit macht die Veranstaltung zu einem konstruktiven Beispiel dafür, wie eine spezialisierte ländliche Tradition zugleich Kulturangebot und Tourismusmagnet sein kann.


















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