Ein komplexes Verkehrsprojekt geht in die Vorbereitungsphase
Berlin beginnt mit der nächsten Etappe für den Ersatzneubau der Schönhauser-Allee-Brücke in Prenzlauer Berg. Die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt teilte am 29. Oktober mit, dass im November 2026 vorbereitende Arbeiten starten.
Zunächst geht es nicht um den Abriss der Brücke, sondern um die Verlegung von Gas-, Wasser- und Abwasserleitungen. Diese Leitungen müssen aus ihrer bisherigen Lage gebracht werden, bevor die eigentlichen Bauphasen beginnen können. Ab dem 2. November sind Verkehrssicherungsarbeiten vorgesehen. Die Leitungsarbeiten sollen am 13. November starten und voraussichtlich bis März 2027 dauern. ([berlin.de](https://www.berlin.de/sen/uvk/presse/pressemitteilungen/2026/pressemitteilung.1732545.php?utm_source=openai))
Der Verkehr soll zunächst weiterlaufen
Die Schönhauser Allee ist an dieser Stelle ein wichtiger innerstädtischer Verkehrsknoten. Über und unter dem Straßenraum treffen Straßenbahn, S-Bahn, U-Bahn, Busse, Rad- und Fußverkehr aufeinander. Entsprechend wird die Baustelle in mehreren Abschnitten eingerichtet.
Während der ersten Arbeiten bleibt die Brücke für den Autoverkehr in beiden Richtungen passierbar. Die Fahrstreifen werden jedoch teilweise verengt oder verschwenkt; im Baustellenbereich gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Stundenkilometern. Auch Fußgängerinnen und Fußgänger können die Schönhauser Allee weiterhin in beide Richtungen nutzen. Der Radverkehr bleibt grundsätzlich möglich, wird aber örtlich an der Baustelle vorbeigeführt.
Der nördliche Zugang zum U-Bahnhof Schönhauser Allee wird vorübergehend geschlossen. Die übrigen Zugänge bleiben geöffnet. U-Bahn, Ringbahn und BVG-Busse sollen weiterfahren. Der Übergang zwischen Dänenstraße und den Schönhauser Allee Arcaden wird leicht verlegt und mit einer mobilen Ampel gesichert. ([berlin.de](https://www.berlin.de/sen/uvk/presse/pressemitteilungen/2026/pressemitteilung.1732545.php?utm_source=openai))
Hauptbauphasen bis voraussichtlich 2032
Die Leitungsverlegung ist Teil eines deutlich größeren Infrastrukturvorhabens. Nach der derzeitigen Planung soll das Gesamtprojekt von 2027 bis 2032 umgesetzt werden. Die genaue Abfolge hängt unter anderem von der Abstimmung mit der Deutschen Bahn, den Berliner Verkehrsbetrieben und den erforderlichen Sperrpausen im Bahnbereich ab.
Vorgesehen sind mehrere Hauptbauphasen. Zunächst soll der westliche Teil der Brücke zurückgebaut und neu errichtet werden. Danach folgen vorbereitende Arbeiten und der Ersatzneubau des östlichen Teils sowie Arbeiten an der Mittelpromenade unter dem U-Bahn-Viadukt.
Die komplexe Lage über Bahntrassen und in unmittelbarer Nähe des Hochbahnviadukts erfordert eine enge Koordination verschiedener Infrastrukturbetreiber. Die Stadt bezeichnet die Verlegung der Versorgungsleitungen als notwendige Voraussetzung dafür, dass die Versorgung der angrenzenden Gebäude auch während der späteren Bauarbeiten gesichert bleibt. ([berlin.de](https://www.berlin.de/sen/uvk/mobilitaet-und-verkehr/infrastruktur/brueckenbau/schoenhauser-allee-bruecke/?utm_source=openai))
Barrierefreie Haltestellen und bessere Umsteigewege
Der geplante Neubau soll nicht nur die Brücke ersetzen. Auch der öffentliche Raum und die Verknüpfung der Verkehrsmittel sollen neu geordnet werden.
Die Straßenbahnhaltestellen sollen in die Mittelpromenade unter dem Hochbahnviadukt verlegt und barrierefrei ausgebaut werden. Nach Angaben der BVG betrifft dies unter anderem die Haltestellen Milastraße, S+U Schönhauser Allee und Schönhauser Allee/Bornholmer Straße. Am Knoten Schönhauser Allee, Bornholmer Straße und Wisbyer Straße ist außerdem eine neue Anordnung der Haltestellen für die Linien M1, M13 und 50 geplant.
Damit sollen die Wege zwischen Tram, S-Bahn und U-Bahn übersichtlicher werden. Zusätzlich soll der bereits teilweise vorhandene geschützte Radfahrstreifen entlang der Schönhauser Allee über die neue Brücke weitergeführt werden. ([bvg.de](https://www.bvg.de/de/unternehmen/herzensprojekte/schoenhauser-allee-bruecke?utm_source=openai))
Eine mehrjährige Baustelle mit langfristigem Nutzen
Für Anwohner, Geschäfte und Fahrgäste wird das Projekt über mehrere Jahre wechselnde Verkehrsführungen bringen. Nach Angaben der Senatsverwaltung sollen Zugänge zu Gebäuden, Arztpraxen, Geschäften und den Schönhauser Allee Arcaden grundsätzlich erhalten bleiben. Wo dies erforderlich ist, sind provisorische Übergänge oder Eingänge vorgesehen.
Der unmittelbare Schwerpunkt liegt nun auf der sicheren Verlegung der Leitungen und der Einrichtung der ersten Bauflächen. Der langfristige Anspruch ist umfassender: eine erneuerte Brücke, barrierefreie Tramhaltestellen sowie bessere und sicherere Umsteigewege an einem der dichtesten Verkehrsknoten im Berliner Norden.






















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