Deutsche im AuslandEuropa

Stiftung „Verbundenheit“ weitet Zusammenarbeit aus

0

Seit dem Jahr 2004, dem Gründungsjahr der Stiftung „Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland“, leistet die von Dr. jur. Kurt Linster ins Leben gerufene Institution einen wichtigen Beitrag zur Pflege der deutschen Sprache und Kultur im Ausland. Seit jeher werden Maßnahmen gefördert, die der Verbreitung eines modernen Deutschlandbildes im Ausland dienen. Neben Europa engagiert sich die Organisation auch in Lateinamerika.

In einer aktuellen Mitteilung der Stiftung wurde nun eine engere Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Minderheiten (AGDM) angekündigt. Zu diesem Zweck fand zwischen dem Ratsvorsitzenden der Stiftung, Hartmut Koschyk, und dem Sprecher der AGDM, Bernard Gaida, ein Treffen statt, bei dem auch die Koordinatorin der AGDM, Frau Renata Trischler und Thomas Konhäuser, seines Zeichens Freier Mitarbeiter der Stiftung, anwesend waren.

Gemeinsame Agenda für gemeinsame Herausforderungen

Ziel des Treffens war es, Möglichkeiten einer zukunftsorientierten und strukturell sinnvollen Zusammenarbeit auszuloten. Als wichtigstes Ergebnis der Unterredungen steht, dass beide Organisationen sich in der Föderation Europäischer Nationalitäten (FUEN) gegenseitig unterstützen wollen. Bei dieser Institution handelt es sich um den Dachverband der Minderheiten in Europa, der aktuell 25 Volksgruppen auf dem Boden Europas und der ehemaligen GUS-Staaten vereint.

Veränderungen in der Arbeit von Stiftungen und Vereinen treten in erster Linie durch mangelnden Nachwuchs und eine allumfassende Digitalisierung auf. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, ist eine enge Verzahnung und stetiger Austausch notwendig.

Jährliche Treffen dieser Art dienen nach Auskunft der Stiftung „Verbundenheit“ nicht allein dem Kennenlernen des Gegenübers, sondern sollen auch den Kontakt zu politischen Entscheidungsträgern und möglichen neuen Mitarbeitern bzw. Interessenten herstellen.

Bildunterschrift v.l.n.r.:

Der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Minderheiten (AGDM) und Vorsitzende des Verbands der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen (VdG), Bernard Gaida, AGDM-Koordinatorin Renata Trischler und der Ratsvorsitzende der Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland, Hartmut Koschyk

Justus Makollus
Justus Makollus, Autor, Korrektor/Editor und Übersetzer der Baltischen Rundschau, hat Deutsche Literatur in Marburg, Deutschland, studiert. Neben dem Interesse an Kultur und Gesellschaft des Baltikums stehen insbesondere die politischen Besonderheiten und Entwicklungen Osteuropas im Mittelpunkt seiner Arbeit. Er ist freier Blogger (makollatur.wordpress.com) und lebt in Frankfurt/Main.

Übergabe von Studie zur Vereinsarbeit in Argentinien

Previous article

Zeugnisse der Zeitenwende: „Blickwechsel“ widmet Ausgabe dem Schicksalsjahr 1918.

Next article

You may also like

Comments

Comments are closed.