Tallinn wird in dieser Woche zum Treffpunkt der estnischen Lebensmittel- und Gastronomiebranche. Am 23. und 24. September 2026 findet in der Unibet Arena die Tallinn FoodFair statt. Die zweitägige Fachmesse richtet sich an Produzenten, Einzelhändler, Gastronomiebetriebe, Hotellerie, Ausrüster und weitere Unternehmen entlang der Lebensmittelkette.
Die Veranstaltung ist keine Publikumsmesse im klassischen Sinn, bietet aber einen konzentrierten Einblick in die Entwicklungen der estnischen Lebensmittelwirtschaft. Der Veranstalter Profexpo erwartet fast 200 Aussteller und mehr als 5.000 Fachbesucher aus Estland und dem Ausland. Die Messe findet 2026 zum 33. Mal statt und gehört damit zu den etablierten Plattformen der Branche. ([profexpo.ee](https://www.profexpo.ee/foodfair/?lang=en&utm_source=openai))
Mehr als Produkte auf dem Messestand
Das Angebot der FoodFair beschränkt sich nicht auf Lebensmittel. Zu den Ausstellungsbereichen gehören Getränke, Küchentechnik, Geschirr, Verpackungen, Logistik, Hygiene, Laden- und Restaurantausstattung, digitale Lösungen und Weiterbildung. Damit bildet die Messe ein ganzes Netzwerk ab, das von der Produktion bis zum Service reicht.
Für kleinere estnische Hersteller ist die Veranstaltung eine Möglichkeit, Produkte direkt Einkäufern und Fachbesuchern vorzustellen. Größere Unternehmen können neue Sortimente präsentieren und Geschäftskontakte ausbauen. Nach Angaben des Veranstalters soll die Messe auch internationale Käufer mit estnischen Produkten und Lieferanten zusammenbringen.
Der Zugang ist auf Fachbesucher beschränkt. Eingeladen sind unter anderem Beschäftigte aus Lebensmittelwirtschaft, Gastronomie, Hotellerie, Handel, Verpackung, Produktion und verwandten Dienstleistungsbereichen. Die Öffnungszeiten sind am Mittwoch, 23. September, von 10 bis 18 Uhr und am Donnerstag, 24. September, von 10 bis 17 Uhr. ([profexpo.ee](https://www.profexpo.ee/foodfair/?lang=en&utm_source=openai))
Wettbewerbe zeigen praktisches Können
Zum Programm gehören mehrere Wettbewerbe und Fachveranstaltungen. Am ersten Messetag findet die Estonian Pizza Trophy statt. Außerdem werden die Gewinner des Wettbewerbs „Kochbuch des Jahres“ bekanntgegeben. Ein HoReCa-Seminar beschäftigt sich mit der Frage, welche Erwartungen Gäste an gastronomische Betriebe haben und wie Unternehmen darauf reagieren können.
Ein weiterer Programmpunkt widmet sich dem Rundgrundel, einem Fisch, der in der Ostseeregion zunehmend als kulinarische Ressource betrachtet wird. Unter dem Titel „Wenn man sie nicht besiegen kann, dann soll man sie essen“ wird das Thema aus einer praktischen und gastronomischen Perspektive behandelt. Damit steht die Frage im Mittelpunkt, wie vorhandene Rohstoffe sinnvoll genutzt und in neue Produkte oder Gerichte übersetzt werden können.
Der zweite Messetag rückt Marketing, Schulverpflegung, die Versorgung in Pflegeeinrichtungen und alkoholfreie Getränke in den Mittelpunkt. Bei der 15. Estnischen Bartender-Meisterschaft werden alkoholfreie Cocktails zubereitet. Der Wettbewerb verweist auf einen wachsenden Bereich der Gastronomie, in dem Getränke ohne Alkohol stärker als eigenständiges Angebot entwickelt werden.
Vorbereitung auf die Herbst- und Wintersaison
Auch der Einzelhandel spielt eine Rolle. Im Wettbewerb „Best Christmas Product 2026“ werden Produkte vorgestellt, die estnische Hersteller und Importeure für das Weihnachtsgeschäft entwickeln. Vorgesehen sind unter anderem Kategorien für Backwaren, Glühwein, Weihnachtsbier und Fleischprodukte.
Der saisonale Schwerpunkt ergänzt die längerfristigen Themen der Messe. Fachgespräche über Marketing, Catering und Produktentwicklung bieten Unternehmen Gelegenheit, sich vor der wichtigen Herbst- und Wintersaison auszutauschen. Für Produzenten ist der September ein geeigneter Zeitpunkt, um neue Produkte einzuführen, Verpackungen zu überarbeiten und Kontakte zu Restaurants, Geschäften und Großhändlern zu vertiefen.
Estlands Esskultur wird häufig über Restaurants, Märkte und regionale Feste wahrgenommen. Die FoodFair macht sichtbar, welche Unternehmen hinter diesem Angebot stehen: Produzenten, Technikanbieter, Verpackungsfirmen, Dienstleister und Fachleute, die den Alltag der Lebensmittelversorgung organisieren.
Ein Branchentreff mit Wirkung über die Messe hinaus
Auch wenn die Veranstaltung nicht für spontane Privatbesucher geöffnet ist, können ihre Ergebnisse den Alltag erreichen. Neue Lieferbeziehungen beeinflussen möglicherweise das Sortiment von Geschäften und die Speisekarten von Restaurants. Wettbewerbe und Seminare wiederum verbreiten praktische Erfahrungen aus Backhandwerk, Getränkekultur, Catering und Hotellerie.
Für Tallinn ergänzt die FoodFair den herbstlichen Veranstaltungskalender um einen klaren Wirtschafts- und Lebensmittelschwerpunkt. Für Estlands Lebensmittelbranche bietet sie zwei Tage, um Ideen zu vergleichen, neue Konzepte zu testen und Verbindungen zwischen lokalen Unternehmen und internationalen Märkten auszubauen.
Die Tallinn FoodFair findet am 23. und 24. September 2026 in der Unibet Arena, Paldiski mnt 104 B, statt. Der Besuch ist Fachpublikum vorbehalten und erfolgt über Einladung oder Anmeldung bei einem Aussteller.






















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