In Estland werden seit kurzem Kindergloben zum Verkauf angeboten, auf denen Russland fehlt, schreibt die Zeitung Postimees unter Berufung auf einen Leserbrief.

„An dem Spielzeug für estnische Kinder ist von Russland keine Spur. Das riesengroße Territorium, das bei einer anderen Globus-Version als Russland verzeichnet ist, ist da mit keinem Zeichen, keiner Sehenswürdigkeit vermerkt“, zitiert Postimees den Briefautor.

Wie die folgende, journalistische Recherche ergeben habe, stehe auf dem Kinderglobus mit estnischen Bezeichnungen der Landesname „Russland“ nicht. Dafür aber sind die estnische Hauptstadt Tallinn und sogar der Rathausplatz verzeichnet. Die russische Globus-Version ist mit den Bezeichnungen „Moskau“ und „Kreml“ versehen.

Estland hatte im September 2015 die Bitte der Leitungen von fünf Gymnasien ausgeschlagen, Russisch ausnahmsweise als Hauptsprache im Unterricht beizubehalten. Der Antrag sei mit Mangel an Lehrkräften, die Estnisch gut können, begründet worden, aber auch damit, dass die genannten Gymnasien vorwiegend von russischsprachigen Kindern besucht würden.

Das russische Außenministerium hat in diesem Zusammenhang Besorgnis geäußert und die diesbezügliche Entscheidung Tallinns als Diskriminierung der Bürgerrechte eingestuft.

Wie die amtliche Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, sagte, widerspreche die Entscheidung der estnischen Regierung den Empfehlungen internationaler Menschenrechtsinstitute zur Wahrung der Rechte nationaler Minderheiten und dem Schutz und Entwicklung derer Sprachen.

 

 

Quelle: Sputnik News